Notfallmanagement

Ich war morgens um viertel vor Fünf aufgestanden, hatte seit kurz nach Fünf im Auto gesessen und war seit Sieben am Arbeiten als nachmittags mein Handy klingelt und der Notfallmanager der Bahn dran ist. Im Bahnhof Fiersa drohe ein Zug zu entgleisen und sie bräuchten dringend einen Kranfahrer.

Moment, sage ich, Fiersa? Da blockiert doch der Zug mit der Feuerwehr und den streikenden Zugbegleitern die Strecke?

Ja, der Rhabarberkuchen-Oma wäre das alles zu bunt geworden, sie hätte sich unerlaubt selbst auf die Lok gesetzt und, na ja, nu wäre der Schlamassel eben da. Außerdem bestünde die Gefahr das die neulich erst reparierte Weiche Schaden nimmt.

Ok, das geht gar nicht, aber warum ausgerechnet ich? Immerhin kann ich nicht so einfach von der Baustelle weg und bin auch nur 248 km von Fiersa weg.

Sie hätten niemand anderen und der Kran würde auch erst abends eintreffen, das könnte ich doch schaffen?

Na gut, sage ich, ich komme…

Überflüssig zu erwähnen das es während fast der ganzen Fahrt sintflutartig regnet, aber ich schaffe es kurz nachdem der Kran kam auch da zu sein.

Die Sache an sich war dann relativ schnell gemacht, das Problem fürs erste behoben.

Ich konnte im Bahnhof ein paar Stunden schlafen und bin dann morgens um 4 die 248 km wieder zurück gefahren. Als unterwegs die Sonne aufging hatte ich einerseits ein gutes Gefühl, andererseits aber auch den Eindruck das ich noch öfter nach Fiersa fahren werde. Die Streckenführung ist dort irgendwie unfallträchtig und der Notfallmanager meinte noch ich würde mich da ja jetzt auskennen…

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