ZugbegleiterInnenstreik

Da kam die Bahn also mal wieder nicht. Weil eine (!) von fünf ZugbegleiterInnen streikt. Ok, der Grund ist nachvollziehbar aber dennoch irgendwie diffus, mal sehen was das noch gibt.

Na jedenfalls fand ich mich deshalb mal wieder nachts alleine auf der Autobahn wieder. Während dann auch noch Jethro Tulls „Heavy Horses“ im Radio lief (ewig nicht gehört!) kam mir eine alte Geschichte wieder in den Sinn.

Wir waren beide schon ein Weilchen 18, kannten uns schon recht lange und waren seit kurzem schwer verliebt. Während von meiner Seite alles klar war, schließlich hatten wir uns schon, vielleicht nicht gaaanz so ernst, über Heiraten, Kinder, Haus bauen usw. unterhalten und waren uns da absolut einig, standen bei ihr ihre Eltern im Weg. Die waren zwar ganz nett, aber wegen ihrer vergangenen Beziehungen ein wenig übervorsichtig, immerhin hatten sie da einiges durchgemacht. Also irgendwie verständlich. Andererseits aber auch wieder nicht, wir waren ja erwachsen, nur das wir eben beide aus verschiedenen Gründen noch daheim wohnten und sich das für die nächsten zwei Jahre auch nicht ändern würde.

Also mussten wir uns mit der ständigen „Überwachung“ wenn auch nicht anfreunden aber eben irgenwie arrangieren. So wurden wir ziemlich kreativ darin uns Gründe auszudenken warum wir uns unbedingt sehen mussten. Sei es das ich ihr Fahrrad das „unerklärlich oft“ Defekte hatte reparieren oder auch die Steckdosen in ihrem Zimmer endlich wieder in Gang bringen musste. Das wir aufgrund der völlig verbastelten Elektrik dafür „natürlich“ mehrere Anläufe brauchten versteht sich ja fast von selbst.

Immer mal wieder hatten wir uns dann auch um dem Erklärungsnotstand zu entgehen bei ihrem Pferd getroffen.

Das war sowieso so eine Sache für sich… Nachdem Sie einen recht heftigen Sturz hatte waren die Eltern gar nicht mehr begeistert und konnten absolut nicht verstehen warum sie es nicht verkaufte. Aber nachdem sie für den hübschen Wallach statt dem Boxenplatz eine Herde die das ganze Jahr über draußen ist gefunden hatte, war er auch viel ruhiger geworden.

Aber ich werde niemals das Theater vergessen das ihre Mutter machte als sie sich eine Sicherheitsweste gekauft hatte und das Paket dummerweise kam als sie nicht zu Hause war… Anstatt froh zu sein das sie sich der Gefahr bewusst ist und etwas dagegen tut, gab es tagelange Diskussionen… Haben wir damals auch nicht verstanden.

Irgendwann war uns das ganze dann zu anstrengend und wir hatten schon überlegt wie die Teenies einfach Papas Auto zu klauen und damit durchzubrennen. Irgendwo an die Küste, denn das Meer mochten wir beide lieber als die Berge.

Es sollte dann alles ganz anders kommen, aber auch das ist wieder eine lange Geschichte…

Nur, wenn ich so drüber nachdenke… es kommt mir vor als wärs gestern gewesen 😉

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